Margretchens Hundewelt

Update: 24. JULI 2007

Darf ich mich vorstellen: mein Name ist Berry und ich bin ein kleiner wuweliger Gestinksfisch - das ist einer meiner vielen Spitznamen, die ich im Laufe der Jahre über mich ergehen lassen mußte. Ein anderer ist Spaguse oder auch Spagüschen, deshalb sind wir auch auf diesen Namen für die Homepage gekommen. Auf dieser Seite findet ihr die schönsten Bilder von mir, die Mama finden konnte und bald kommen auch noch Geschichten dazu, die sie mit mir erlebt hat.



Ein kleiner Sauerländer kam nach Köln

erzählt von Mama (dem Alpha Rüden)

Alles fing eigentlich damit an, dass ich vor mehr als neun Jahren den Spagusenpapa (Roman) auf Cran Canaria kennengelernt habe. Große Liebe ohne Ende.... Im Zuge des gegenseitigen Kennenlernens erzählte ich ihm dann, wie sehr ich Hunde mag, dass ich zu Hause nie einen haben durfte und dass meine besondere Liebe schon immer den kleinen, mutigen Yorkies gehörte. Dabei fiel ihm wohl etwas ein und er wurde ganz still, sagte aber weiter nichts.

Circa einen Monat später besuchte ich dann meine „Urlaubsbekannschaft“ zu Hause in Fröndenberg, nahe dem guten Sauerländle. Schon unten an der Haustür hörte ich ein seltsames Brummen und als ich hoch ging, sah ich ihn, meinen kleinen süßen Bussibär, im zarten Alter von damals 1,5 Jahren. Er sah mich, schob direkt den Hintern nach oben, den Kopf nach unten und wollte mit mir spielen und ich, ich freute mich riesig und hatte kaum noch einen Blick für Roman übrig. Spagusi (Berry) gehörte damals einer Freundin (Ann-Christine) von Romans Mutter und sie war so lieb und hat ihn mal für ein Wochenende Roman gegeben, damit er seine neue „Flamme“ beeindrucken konnte. Wir hatten ihn das ganze Wochenende, haben meine Eltern besucht und waren über Nacht in der Eifel. Schließlich mußte man dem Kleinen ja auch was bieten. Es war das erste Mal, dass ich einen Hund 24 Stunden um mich herum hatte und ich wußte sofort, dass ich es und vor allen Dingen ihn nicht mehr missen wollte. Jedoch hatte Berry ein anderes zu Hause und damit mußte ich mich erstemal abfinden. Kommt Zeit, kommt Rat....Es vergingen Jahre, in denen wir den Hund immer mal ein Wochenende oder länger hatten, und wir hatten ihn immer zwei Wochen mit im Schnee in den Winterferien. Die Tochter von Ann-Christine hat eine Allergie gegen Hundehaare und damit er dann Weihnachten nicht so viel alleine war kam er einfach mit uns.
Jedes mal wurde eine Trennung von Berry für mich und für den Hund immer schwieriger. Immer wenn ich ihn wieder zurück brachte wollte er wieder mit und ich hatte richtig Angst das Ann- Christine eifersüchtig werden würde und ich meinen kleinen Liebling nicht mehr bekomme.

Berry war da schon der Mittelpunkt der Familie, alle freuten sich riesig wenn wir ihn aus Fröndenberg mitbrachten und er wurde daher auch nicht gerade wenig verwöhnt, aber vor allen Dingen war es bei allen Liebe auf den ersten Blick. Mein Vater sagte damals schon immer ich sollte Ann-Christine doch mal ein finanzielles Angebot machen, sie gab ihn so oft und so lange weg,sie würde bestimmt darauf eingehen. Ich jedoch hielt es für geschmacklos, so ähnlich als würde ich eine Mutter fragen ob sie mir ihr Kind verkauft. Es wäre sicher besser gewesen auf meinen Vater zu hören....

Die längste Zeit die wir Berry damals hatten waren sechs Wochen. Ann-Christine hatte Probleme und wir holten den Hund natürlich noch am gleichen Abend ab, obwohl es 100 Kilometer entfernt liegt, kein Problem!!

In der Zeit hatten wir uns alle sehr an ihn gewöhnt und es war furchtbar hart als wir ihn wieder abgeben mußten. Roman und ich standen im Treppenhaus und sahen zu wie Berry von Ann- Christines Arm springen wollte um uns hinterherzulaufen. Beide saßen wir im Auto und hatten Tränen in den Augen Wir waren so hilflos.

Ich hörte daraufhin von Ann-Christine über sechs Monate nichts mehr, nur Romans Mama erzählte uns wie es Berry ging, und ihm ging es nicht gut. Ann-Christine musste wieder arbeiten und mein kleiner Liebling war 10 Stunden alleine zu Hause und ich konnte dagegen nichts tun.

In all der Zeit konnte ich ihn nicht vergessen und jedesmal wenn ich an ihn dachte hatte ich einen Klos im Hals, weil ich mittlerweile befürchtete ihn nicht mehr wieder zu sehen.

Doch dann kam der November, ich saß am Schreibtisch und lernte wieder irgendwas für die Uni, war auf jeden Fall super müde und fertig. Es klingelte und Ann-Christine war am Apparat. Mein Herz machte einen Aussetzer und als sie nach ein bißchen Gelaber endlich mit der Sprache rausrückte, mußte ich mich sehr zusammenreißen um nicht vor Freude zu heulen. Durch ihre Arbeit konnte sie sich nicht mehr um den Kleinen kümmern und sie fragte ob ich ihn nehmen könnte. Natürlich sagte ich sofort ja, betonte jedoch das Berry dann für immer bei uns bleiben würde, ich wollte ihn nicht nochmal so vermissen müssen.

Ich glaube noch nicht mal 12 Stunden später hielt ich meinen kleinen Engel schon in den Armen und wir brausten so schnell es ging Richtung Köln, denn dort warteten meine Eltern schon gespannt auf den neuen Familienzuwachs. Ann-Christine hatte uns natürlich eine gehörigen Stange Geld abgeknöpft, doch es war uns egal, wir hätten auch das Doppelte bezahlt, wir wollten nur da raus und unseren Sonnenschein endlich für immer mit nach Hause nehmen.

Ann-Christine hat sich nie wieder nach Berry erkundigt. Das letzte Mal als ich von ihr hörte, hat sie angerufen und nachgefragt ob das Geld schon unterwegs ist. An meinem Spagusilein hatte sie kein Interesse mehr und ich kann nur sagen: MIR SOLL'S RECHT SEIN!!!!!!!!! Hätte ihn eh nie wieder in die Finger bekommen.

Wir waren so glücklich, dass diese kleine Wesen endlich zu unserer Familie gehört und dass ihn uns keiner mehr wegnehmen kann, wir konnten es gar nicht richtig glauben. Er war wirklich das schönste Weihnachtsfest, dass wir je hatten.

Dieses Glücksgefühl was man empfindet, wenn man unerwartet ein besonderes Geschenk bekommt, ist immer noch vorhanden wenn ich ihn ansehe. Manchmal, wenn ich ihn anschaue, breche ich einfach in heillose Freude aus, weil ich so froh bin dass er da ist und ich habe das Gefühl, dass mir das Herz aufgeht. In all der Zeit habe ich es erst zweimal fertig gebracht ihn alleine bei meinen Eltern zu lassen. Ich weiß, dass es ihm da mehr als gut geht und dass meine Eltern einen regelrechten Urlaubskindplan aufstellen nur damit es ihm auch nicht langweilig wird bei Oma und Opa. Das Ergebnis war jedoch dass Roman und ich in New York Nachts aufgewacht sind und den Hund gesucht haben. Wir haben ihn zu sehr vermißt, daher werden einfach nur noch hundefreundliche und hundeungefährliche Länder besucht. Frei nach dem Motto: Ohne Spagusi kein Urlaub!!!

Viele sagen ich würde ein wenig übertreiben, naja...kann sein....., aber ändern kann und will ich es eh nicht, also mein kleiner Spagusi, ich bin froh dass es dich gibt und ich liebe Dich sehr und ...... dass Du die ersten Jahre bei Ann-Christine gelandet bist war eigentlich ein Versehen, denn Du gehörst nur zu mir!!!

Unsere kleine Sari

Spagusi

Über Yorkies